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| Der Automobilmarkt und China |
| Donnerstag, 28. Januar 2010 um 13:53 Uhr |
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Seit mehreren Jahren hat China am Automobilmarkt gegenüber der USA und Europa vehement aufgeholt. Nach neuesten Erkenntnissen hat China im Jahr 2009 aufgrund der amerikanischen Automobilkrise mit 10,8 Millionen die meisten Autos verkauft. Führende Wirtschaftsexperten bescheinigen China aber ein noch größeres Wachstum in den nächsten Jahren. Alleine im Jahr 2006 wurden 40% mehr Autos als im Vorjahr veräußert. Dazu kommt die unterschiedliche Motorisierung in den westlichen Ländern und China. Während in China 2006 nur 24 von 1000 Menschen ein Auto fuhren, waren es in der westlichen Welt schon 749 von 1000 Menschen. Somit ist das Zukunftspotenzial des chinesischen Marktes deutlich. In der Fahrzeugproduktion belegt China mittlerweile den zweiten Platz. Im Jahr 2008 wurden 9.345.101 Autos produziert. Nur in Japan wurden mit knapp 11 Millionen Fahrzeugen noch mehr hergestellt. Chinesische AutomobilherstellerUm die Bedürfnisse zu stillen, werden auch immer mehr Arbeiter angeworben. China hat mit etwa 1,6 Millionen Menschen die meisten Beschäftigten in der Automobilindustrie. Des Weiteren herrscht in China großer Konkurrenzkampf, da es knapp 50 Automobilhersteller gibt. Die größte und zugleich älteste Gruppe ist die Nanjing Automobile Group, welche 1947 in Jiangsu gegründet wurde. Sie produziert etwa 200.000 Fahrzeuge im Jahr. Besonders hilfreich in diesem Gebiet waren auch ausländische Unternehmen für China. Diese waren zu bestimmten Bedingungen verpflichtet und mussten ihr Know-how mit chinesischen Unternehmen teilen. Heutzutage haben alle großen Automobilhersteller in China Kooperationsverträge mit westlichen Firmen wie Audi, Volkswagen, oder Chrysler. KonjunkturprogrammeEin gewaltiger Unterschied besteht auch in der Umgangsweise mit der Finanzkrise. Während man in Deutschland und den USA auf Abwrackprämien setzte, die bekanntlich auch ausländischen Produktionen zugute kamen, stärke die chinesische Regierung mit einem 600 Milliarden Dollar Programm nur die inländische Produktion und stellte Fördermittel für Käufer aus ländlichen Gegenden bereit. Mit einer jährlichen Steigerung der Autoverkäufe von 10% hat sich die Regierung auf jeden Fall ein optimistisches, aber machbares Ziel gesetzt. |

