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Die Halbjahresbilanz der ZDK
Freitag, 10. Juli 2009 um 07:24 Uhr
Die Zeit der Prämien ist passé und die ZDK hat nun die Möglichkeit eine Bilanz des letzten halben Jahres zu ziehen. Die anfängliche Freude über die Prämie ist nun jedoch in Ernüchterung umgeschlagen, da die Umweltprämie nicht überall und vor allem nicht langfristig wirkungsvoll war. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass es zwar 40 Prozent an neuen Zulassungen gab, jedoch das nicht für die teureren Fahrzeugsegmente gilt. An Stelle von Transportern und Lkws bevorzugten die Kunden kleinere und um ein Vielfacheres günstigere Fahrzeuge.

Fehlende Rentabilität der Automobile Industrie

Das bedeutet, dass trotz der 26 Prozent Plus an neuen Zulassungen für insgesamt 2.060.00 fabrikneuen Kraftfahrzeugen die allgemeine Stimmung nicht gehoben werden kann. Die Produktion an Neuwagen der Autohersteller ist im letzten Monat wieder zurückgegangen. Letztendlich hat die Automobile Industrie dank der Umweltprämie zwar einen leichten Aufschwung erfahren können, nur die im Endeffekt zählende und vor allem erhoffte Rentabilität der neuen Zulassungen ist nicht eingetroffen. Möglicherweise hilft es schon, dass die allgemeine Stimmung besser geworden ist. Dadurch können Mitarbeiter und Firmen neue Motivation schöpfen um die noch anhaltende Wirtschaftskrise zu überstehen. Denn mit einem Eingang von insgesamt 30 Prozent neuer Aufträge kann sich die automobile Industrie nur kurzfristig über Wasser halten.

Eine vorrübergehende Steigerung

Den aktuellen Bericht über das letzte halbe Jahr veröffentliche die ZDK – Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe – am gestrigen Tag, und verglich den kurzen Erfolg mittels der Umweltprämie mit dem Baby Boom. Jedoch lässt schon alleine diese Aussage darauf schließen, dass selbst der ZDK nicht wirklich mit einer langfristigen Steigerung der Nachfragedynamik rechnen würde. In wie weit sich die zukünftigen Prognosen ändern, ist davon abhängig welche Konzerne die Wirtschaftskrise überstehen und welche Bereich sich trotz Krise stärken und somit ihre Mitarbeiter mit einer vollen Arbeitsauslastung versorgen können.