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Die neue Autoweltmacht Russland
Donnerstag, 02. Juli 2009 um 11:05 Uhr

Die Automobilindustrie ist die letzten Tage in ständiger Bewegung. Besonders der Konzern Opel ist häufiger in den Medien vertreten als jemals zuvor. Die Spekulationen, wer Opel jetzt letztendlich übernehmen wird, wollen nicht aufhören. Ein Land ist dabei der interessanteste und vor allem auch wahrscheinlichste Favorit.

 

Die möglichen Mehrheitseigner von Opel

Schon letzte Woche publizierte die Moskauer Zeitung „Kommersant“, dass die potentiellen Eigner der Mehrheit einen Zusammenschluss mit dem größten Autoproduzenten Russlands in Betracht ziehen. Sollte eine Allianz mit dem Lada-Hersteller Awtowaz zustande kommen, dann wird ein Konzern entstehen, welcher mit der Produktivität der Volkswagen-Werke Schritt halten kann.

Die Produktionszahlen der Autos im Vergleich

Bis jetzt waren für die Übernahme ausschließlich die Sberbank, Russlands größte Bank, und der Autohersteller Gaz geplant. Die insgesamt 55 Prozent sollten bis vor kurzem gemeinsam mit dem Zulieferer Magna übernommen werden. Wird jetzt auch noch der Lada-Hersteller in das Bündnis integriert, kann es sein, dass sich die futuristischen Vorstellungen des Sberbank-Chefs verwirklichen lassen. German Gref will, dass Russland zum zentralen Punkt für die Automobilindustrie wird. Die Produktion der Wagen könnte sich dabei in fünf Jahren auf rund sechs Millionen Fahrzeuge jedes Jahr belaufen. Vergleicht man damit die Vfl-Zahlen mit 6,23 Millionen Wagen und den bisherigen Opel-Zahlen aus dem Jahre 2008 mit insgesamt 1,5 Millionen Autos, erkennt man den immensen Wachstum, den einer der mächtigsten Männer Russlands anstrebt.

Einer der wichtigsten Männer in Russland

German Gerf hätte gern 35 Prozent an Opel, womit er nur eine weitere wichtige Wirtschafts-Rolle adaptieren würde. Schon 2007 zog er sich nach sieben Jahren vom Amt des Ministers für Wirtschaft zurück. Seit diesem Zeitpunkt agiert er aktiv sowohl für Gazprom als auch für den russischen Telekom-Dienstleister im Vorstand. Auch sein freundschaftlicher Bezug zu Wladimir Putin, dem derzeitigen Ministerpräsidenten verrät, wie wichtiger dieser Mann für Russland ist.

In den nächsten Monaten, werden die Verhandlungen mit dem Mutterkonzern General Motors wohl ein Ende finden, erst dann kann Gref möglicherweise mit der Umsetzung seiner Vision beginnen.