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Die Probleme der Automobilindustrie beeinflussen Hollywood
Dienstag, 30. Juni 2009 um 09:18 Uhr

Wie es scheint, hat die schwächelnde Autoindustrie mittlerweile Konsequenzen für die Filmindustrie. Hollywood macht Verluste, während die großen Autofirmen vor der Pleite stehen.

 

Produkt Placement der Autokonzerne

Product Placement ist heutzutage eine gängige Werbeform: Die großen Autokonzerne wie VW, General Motors oder BMW bezahlen an die Regisseure und Produzenten immense Summen in Millionenhöhen, damit das Kamerateam für wenige Minuten das Zeichen des gefahrenen Autos offensichtlich präsentiert. Die Kinobesucher wissen somit genau, dass James Bond einen BMWZ3 fährt, und in Transformers2 der neue Sportwagen Camaro von Chevrolet eine zentrale Rolle spielt. Dadurch jedoch, dass der Deal mit Paramount Pictures vor der Pleite GMs gemacht wurde, kalkulierte das Studio mit einem bestimmten Budget. Insgesamt 15 Millionen Dollar sollte GM an die Transformers-Produzenten zahlen, was sich jedoch mit der Konkursanmeldung des Autogiganten zerschlug. Das daraus resultierende Defizit bei den Werbeeinnahmen wurde im letzten Moment vom Süßigkeiten-Fabrikanten M&M ausgeglichen.

General Motors Deals am Platzen

Schon seit langem ist bekannt, dass die Nutzung der Hollywood-Stars eine deutliche Umsatzsteigerung der Autohersteller zur Folge hat. Diese Vorteile werden auf unterschiedliche Weise genutzt. So ist beispielsweise die Abmachung zwischen Vox und GM bestehend darin, dass General Motors die Werbefrequentierung beim TV-Sender erhöht, an Stelle dass der so genannte Hummer bei „CSI Miami“ zur Verfügung gestellt wird. Auch dies hat nun nach dem Konkurs die Konsequenz, dass auch TV-Sender mit fehlenden Einnahmen rechnen müssen. Um jedoch auch einen Kinofilm ordentlich vermarkten zu können, werden die Marketingeinnahmen durch die Automobilhersteller dringend benötigt. So mussten beispielsweise für den Blockbuster Transformers 2 mehr als 150 Millionen Dollar investiert werden, um den Film weltweit zu bewerben.

Staatliche Hilfe benachteiligt Hollywood

In wie weit die Filmindustrie zukünftig Schaden erleidet, das werden wohl nur die nächsten Monate zeigen. Folgenschwer kommt nämlich hinzu, dass die staatlichen Hilfen für die Autokonzerne nur mit folgender Bedingung in Anspruch genommen werden können: Die Halbierung des Werbe-Budgets. Und das heißt im Endeffekt noch weniger Finanzierungsmöglichkeiten für die Hollywood-Filmemacher.