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| ESP - Das ABS der neuen Autos |
| Dienstag, 15. November 2011 um 19:12 Uhr |
Fast alle Neuwagen, die heute vom Band rollen, sind serienmäßig mit elektronisch geregelten Assistenzsystemen ausgestattet. Diese helfen dem Fahrer durch Kontrolle und Ausgleich der in bestimmten Fahrsituationen wirksamen physikalischen Kräfte, das Fahrzeug stabil zu halten. Zur Verhinderung schwerer Unfälle haben sich diese Assistenzsysteme zur Regelung der Fahrdynamik bereits vielfach bewährt. Während ihr Vorgänger, das Antiblockiersystem oder ABS, mithilfe eines Induktionsgebers, eines Hallgebers und der Hydraulik des Bremssystems das Blockieren eines oder mehrerer Räder beim Bremsen verhinderte und so das Fahrzeug lenkbar erhielt, funktionieren die Assistenzsysteme der neuen Wagen auf Basis komplexer Elektronik.Viele Abkürzungen für dasselbe PrinzipMit einem elektronischen Schleuderschutz und Bremsassistenzsystem können neben dem Blockieren der Räder auch andere Kräfte wirksam ausgeglichen werden. Dem Schleudern und Schlingern des Fahrzuges n wird entgegengesteuert, ein Ausbrechen wird verhindert, und das Fahrzeug lässt sich auch während des Brems- oder Ausweichvorgangs kontrollieren und lenken. Die oft verwendete Abkürzung ESP für Elektronisches Stabilitätsprogramm ist ein geschütztes Warenzeichen der Daimler AG; die dieses von Bosch gebaute System erstmals 1995 in der S-Klasse serienmäßig verbaute. Darum verwenden andere Hersteller andere Abkürzungen dafür, die aber dasselbe meinen. Als Fahrer oder Käufer darf man sich hiervon nicht verwirren lassen. Bei Jaguar, Mazda und BMW steht DSC, die Abkürzung von Dynamic Stability Control, für die elektronische Dynamikregelung. Toyota und Honda sprechen vom Vehicle Stability Assist oder VSA, Porsche nennt sein System PSM, was Porsche Stability Management abkürzt. Auch die Schweden und Italiener haben eigene Begriffe für die Electronic Stability Control bei Volvo, Maserati und Ferrari. Pflicht für NeuwagenAus Unfallstatistiken und Studien geht hervor, dass der Einsatz von elektronischem Schleuderschutz, Notbrems- und Auffahrwarnsystemen die Sicherheit des Einzelnen im verkehr enorm verbessert. Daher ist die Ausrüstung neuer PKW und kleinerer Nutzfahrzeuge mit Bremsassistenten in der EU seit 2009 vorgeschrieben. Seit 2011 gilt diese Vorschrift für alle Neufahrzeuge. Sie müssen europaweit serienmäßig mit ESP ausgerüstet und ausgeliefert werden. |

