| Was ist Autogas? |
| Mittwoch, 25. Februar 2009 um 15:46 Uhr |
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Autogas ist Flüssiggas (Propan, Butan und deren Gemische), also ein Kohlenwasserstoff, der unter relativ geringem Druck verflüssigt und dann nur etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens einnimmt. Flüssiggas bzw. Autogas kann ohne großen technischen Aufwand und somit kostengünstig verflüssigt werden. Es zeichnet sich durch einen hohen Energiegehalt aus.
Gleichzeitig verbrennt es schadstoffarm und lässt sich gut lagern. Flüssiggas ist eine starke Energie, die auch im Haushalt für die Heizung und die Warmwasserbereitung sowie in der Industrie für alle Wärmeprozesse eingesetzt wird. Eine der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Flüssiggas ist der Antrieb von Motoren. Autogas ist Flüssiggas. Es eignet sich als Kraftstoff ebenso gut wie Benzin, Diesel oder Erdgas. Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit einheitlich geregelt und ermöglichen somit einen problemlosen grenzüberschreitenden Einsatz der Autogasfahrzeuge. Eine der prägnantesten Eigenschaften von Autogas ist seine hohe Klopffestigkeit, die den Zusatz von Additiven unnötig macht. Autogasfahrzeug, ist das was Besonderes?Ja und Nein. Autogasmotoren arbeiten genauso wie alle gängigen Ottomotoren. Es wird "nur" anstelle eines Benzin-Luftgemisches ein Flüssiggas- Luftgemisch in den Zylindern verbrannt. Allerdings läuft dadurch der Motor weicher, wodurch der Verschleiß geringer ist. Außerdem fahren Autogasfahrzeuge wesentlich umweltschonender und der Kraftstoff kostet nur etwa die Hälfte von Superbenzin. Was bringt das Umsteigen auf Autogas?Dank der geringeren Betriebs- und Kraftstoffkosten sparen Sie bei jeder Fahrt ordentlich Euros. Autogas kostet etwa die Hälfte von Superbenzin! Außerdem schonen Sie die Umwelt, z. B. durch deutlich reduzierte Treibhausgasemissionen (CO2). Wie weit kommt man mit einer Autogasfüllung?Mit den gängigen Tankgrößen lassen sich je nach Fahrweise und Fahrzeugtyp problemlos 350 bis 500 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen. Bei bivalenten Autogasfahrzeugen (Autogas und Benzin) verdoppelt sich die Reichweite. Kann man jedes Auto auf Autogas ausrüsten?Im Grundsatz ja, Voraussetzung ist, das Fahrzeug hat einen Ottomotor. Ob kleiner Mittelklasse-Pkw, Ferrari oder Rolls-Royce ist letztlich unerheblich. Auch auf ein Automatikgetriebe müssen Sie nicht verzichten. Ausnahme sind derzeit noch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung. Wo wird mein Auto auf Autogas ausgerüstet?Nur zugelassene Fachbetriebe dürfen die Ausrüstung übernehmen. Der Einbau einer Autogasanlage muss von TÜV oder DEKRA überprüft und begutachtet werden. Der Autogasantrieb wird danach in die KfZ-Papiere (KfZ-Brief und KfZSchein!) eingetragen. Die Firma ecoengines hat für seine Partnerbetriebe einheitliche Standards festgelegt. Eine stets aktuelle Liste der von uns zertifizierten Betriebe finden Sie auf unserer Partnerbetrieb-Seite. Gibt es andere TÜV-Intervalle?Nein, Autogasfahrzeuge werden wie jeder konventionelle Pkw behandelt. Wie funktioniert Autogastechnik eigentlich?Einfach! Hinsichtlich ihrer Kraftstoffversorgung lassen sich Autogasfahrzeuge in zwei Gruppen einteilen: monovalente Fahrzeuge, die ausschließlich mit Flüssiggas fahren, dies sind vor allem Busse und Lkw. Bivalente Fahrzeuge, die neben dem Gastank über einen Benzintank verfügen und somit beide Kraftstoffarten nutzen können. Autogas bietet den Vorteil, dass es in allen Otto- Motoren auf einfache Weise eingesetzt werden kann. Dies ermöglicht den Antrieb wahlweise mit Autogas oder Benzin (sog. bivalenter Antrieb). Per Knopfdruck kann auch während der Fahrt von Autogas- auf Benzinbetrieb gewechselt werden. Der bivalente Antrieb garantiert somit eine deutlich größere Reichweite. Ein Pluspunkt, der in der gegenwärtigen Aufbauphase des Autogastankstellennetzes einen besonderen praktischen Wert hat. Ist die Inspektion aufwändiger und teurer?Nein, nur die zusätzliche Prüfung der Autogasanlage und des Tanks gemäß den vorgesehenen Wartungsintervallen kommen hinzu. Was ist unter bivalenter Autogasanlage zu verstehen?Bivalent heißt, dass man sowohl mit Autogas wie auch mit Benzin fahren kann (so genannte bivalente Fahrzeuge). Bei der Ausrüstung wird mittels eines speziellen Einbausatzes in einem serienmäßigen Benzinfahrzeug die zusätzliche Nutzung von Autogas ermöglicht. Der Benzinbetrieb bleibt davon unberührt. Wichtigstes Kriterium für eine bivalente Autogasanlage ist, dass sie mit der in dem umzurüstenden Benzinfahrzeug jeweils eingesetzten Kfz-Technologie kompatibel ist. Die am Markt vorhandenen Autogassysteme lassen sich in einem ersten Schritt in so genannte Venturisysteme (selbstansaugende Systeme) und Einspritzsysteme unterteilen. Wie funktioniert eine Autogasanlage?Im Prinzip ganz einfach! Ein Verdampferdruckregler überführt das aus dem Tank in flüssiger Form geleitete Autogas in einen gasförmigen Zustand. Gleichzeitig wird dieses Gas auf den für die Gemischbildung notwendigen Druck reduziert. Moderne Autogassysteme entsprechen prinzipiell einer Benzineinspritzanlage und erfassen zur Regelung der Gemischbildung eine Vielzahl von Motorkenngrößen. Sie führen dabei das Gas in separaten Leitungen direkt bis vor die Einlassventile der einzelnen Zylinder. Ein Mikroprozessor regelt den Autogasantrieb und stellt so eine schadstoffarme und wirkungsoptimierte Verbrennung im Motor sicher. Ist Autogas gesundheitsschädlich?Nein! Flüssiggas bzw. Autogas ist ungiftig und daher wesentlich unbedenklicher im Einsatz wie z. B. Benzin. Dies ist ja auch der Grund, warum Autogastankstellen in Wasserschutzgebieten aufgestellt werden dürfen. Beim Betanken wird die Zapfpistole mittels Überwurfring auf dem Gewinde des Füllstutzens am Fahrzeug fest verschraubt. Dadurch ergibt sich ein geschlossenes System. Machen die Autoversicherer Probleme?Nein, sie behandeln Autogasfahrzeuge wie jedes andere Auto. Ist Parken in Tiefgaragen verboten?Absolut nicht! In der Presse und anderen Medien wird dieses Märchen zwar hartnäckig immer wieder herausgekramt, aber es ist definitiv falsch. Autogasfahrzeuge dürfen bereits seit langem in Tiefgaragen und Parkhäusern abgestellt werden. Dies ist in der Mustergaragenverordnung sowie allen. Landesgaragenverordnungen so festgelegt. Einige wenige Eigentümer von Tiefgaragen oder Parkhäusern verbieten vereinzelt aus Unkenntnis dennoch die Benutzung. Und die Kfz-Steuer?In Deutschland wird die Kfz-Steuer unter anderem auch nach den Abgasemissionen bemessen. Die KFZ-Steuer bleibt üblicherweise beim Umstieg auf einen Autogasantrieb unverändert, da von ecoengines vertriebene Autogasanlagen keine Verschlechterung der Emissionswerte verursachen. Kann man beim Tanken etwas falsch machen?Nein! Die Zapfsäulen für Autogas- und Erdgastankstellen sind eindeutig gekennzeichnet und haben unterschiedliche Einfüllventile, damit wird eine Verwechslung ausgeschlossen. |

