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Führerschein verloren?
Freitag, den 13. März 2009 um 16:11 Uhr
Fherscheinkontrolle

Wenn ein Autofahrer seinen Führerschein verloren hat, kann es viele Gründe hierfür geben. War es ein Unfall mit Verkehrsgefährung oder war es nur eine Fahrt im alkoholisierten bzw. durch Drogen beeinflussten Zustand?

 

Gründe zur MPU:

Wer seinen Führerschein auf Grund einer alkoholisierten Fahrt mit einem Wert bis 1,6 Promille zum ersten Mal verloren hat, kann auf Anordnung des Straßenverkehrsamtes zu einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung (MPU), im Volksmund auch "Idiotentest" genannt, herangezogen werden. 
Bei Fahrten über 1,6 Promille oder bei Wiederholungstätern wird auf jeden Fall eine MPU erforderlich. 

Vor der MPU:

Wer seinen Führerschein neu erwerben möchte, sollte sich nicht nur gründlich auf die MPU konzentrieren. 
Er sollte sich mindestens zwölf Monate vorher und dann regelmäßig monatlich einer Blutuntersuchung beim Arzt unterziehen. So kann er bereits im Vorfeld Pluspunkte für die MPU sammeln. 
Des Weiteren sollte er nach Möglichkeit eine Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke aufsuchen und dort regelmäßig an den Gruppenstunden teilnehmen, damit er dann von der Gruppe eine Teilnahmebescheinigung für die MPU erhält. 
Achtung! Es darf keine Gruppe der Anonymen Alkoholiker (AA) sein, da diese Gruppe keine Bescheinigung ausstellt.

Die MPU:

Der Betroffene kann nach Bescheid des Straßenverkehrsamtes den Ort der Begutachtungsstelle selbst auswählen. Von dort erhält er einen Termin zur Untersuchung. 
Am Tag der Untersuchung sollte der Betroffene gut gefrühstückt haben, da sich die Medizinisch Psychologische Untersuchung ziemlich lange hinziehen kann.

Die Untersuchung:

Vor der Untersuchung wird dem Betroffenen zunächst Blut abgenommen, damit festgestellt werden kann, wie die Blutwerte des Betroffenen sind. Dies ist ein Teil des ersten Untersuchungsteils. Hier wird der Betroffene medizinisch untersucht. Auch werden dort Fragen gestellt zum allgemeinen Gesundheitszustand.

Der zweite Teil der Untersuchung besteht aus einem persönlichen Fragebogen, wo nicht nur die persönlichen Daten abgefragt werden, sonde
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rn auch der Verlauf des bisherigen Lebens erfragt wird. An Hand dieser Fragen erstellt der Psychologe eine Analyse. 
Achtung! Bitte die Fragen sorgfältig durchlesen und zur Beantwortung Zeit nehmen!

An dritter Stelle folgt der psychologische Leistungstest. Hier werden dem Betroffenen verschiedene Konzentrationsaufgaben gestellt, wobei eine bestimmte Zeit vorgegeben wird. Der Betroffene kann aber nicht alle Aufgaben bewältigen, da die Zeit sehr knapp bemessen ist. Dann folgt eine Fahrprobe am Simulator, anschließend ein spezieller Reaktionstest.

Der vierte und zugleich wichtigste Untersuchungsteil besteht aus dem Psychologischen Untersuchungsgespräch. Hier muss der Betroffene dem Psychologen Rede und Antwort stehen. Er sollte ruhig und zugleich bestimmend antworten und sich bei der Beantwortung der Fragen nicht allzu viel Zeit lassen. 
Am Ende des Gespräches bekommt der Betroffene einen ungefähren Bescheid, wie der Test verlaufen ist. Sind alle Untersuchungen abgeschlossen, muss der Betroffene rund 10 Tage auf das Untersuchungsergebnis warten.

Das Resultat:

Der Betroffene erhält das Ergebnis in zweifacher Ausfertigung, denn ein Exemplar muss er zum Straßenverkehrsamt bringen. Dort erhält der Betroffene das Ergebnis. Wenn das Straßenverkehrsamt zustimmt, kann sich der Betroffene bei einer Fahrschule seiner Wahl anmelden.