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Der neue Nürburgring
Freitag, 17. Juli 2009 um 07:48 Uhr

Am Wochenende waren wieder Fans und Formel-1 Fahrer auf dem Nürburgring versammelt. Während das Rennen um den Großen Preis von Deutschland im Mittelpunkt stand, ist vor allem aber auch der Bau des neuen Nürburgrings ein heikles Thema am Rande. Der neue Bau des Nürburgrings hatte schon im Jahre 2007 begonnen mit der Umsetzung einer großen Vision. Nicht mehr nur die Formel-1 sollte Hauptattraktion sein, nein, es sollte ein Freizeit- und Businesszentrum entstehen, dass das ganze Jahr Besucher aus aller Welt anlockt.

Falsche Finanzplanung und ihre Konsequenzen

Die Planung ist gut, die Finanzierung jedoch unüberlegt. Vor allem der aktuelle Ministerpräsident von Rheinland Pfalz, Kurt Beck, muss in den jetzigen Zeiten harte Kritik ertragen. Die insgesamt 250 Millionen, welche für die Planung um Umsetzung des Projektes benötigt werden, sollten zunächst aus privater Hand finanziert werden. Nur dass schon vor Wochen bekannt wurde, dass es sich hierbei um eine Planung, basierend auf Betrügern handelte. Das Geld blieb aufgrund der plötzlich fehlenden privaten Investoren aus. Das Defizit musste zwangsläufig vom Land ausgeglichen werden. Ein Verantwortlicher hat derzeit schon seine Konsequenz aus dieser Fehlplanung gezogen – Ingolf Deubler. Der jetzt ehemalige Finanzminister von Rheinland-Pfalz nahm die Schuld auf sich und trat dementsprechend zurück.

Positive Zukunftsprognosen für den Nürburgring

Doch trotz dem, dass die Finanzierung ein solches Problem für den Bau des Nürburgrings darstellt, ist sicher, dass der neue Nürburgring in der Autowelt eine zentrale Rolle spielen wird. Auch die Planung, dass schon im Jahr 2010 schwarze Zahlen geschrieben werden sollen, beruhigen Kreditgeber und besänftigen die Kritiker. Auch der aktuelle Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz, ist sich sicher, dass vor allem der Motorsport ein zentraler Mittelpunkt des Nürburgrings bleiben wird.

Resultate werden später ersichtlich

Zwar hätte man schon aufgrund der instabilen Wirtschaftlager vorsichtiger mit der Finanzierungsplanung umgehen müssen, aber die zukünftigen Prognosen gleichen den Missmut darüber aus. Ob und vor allem wie die Besucherzahlen und das damit verbundene Einkommen sich entwickeln werden, wird erst in den kommenden Jahren deutlich.