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Autobauer könnten 2013 so viele Autos zurückrufen wie nie zuvor
Samstag, den 13. Juli 2013 um 14:11 Uhr
In den vergangenen Wochen und Monaten gab es gefühlt sehr viele Rückrufe der großen Autokonzerne von BMW über Honda bis hin zu Toyota. Wie nun eine Studie bestätigt hat, gab es sogar deutlich mehr Rückrufe als zuletzt. Für das laufende Jahr droht sogar ein neuer Negativ-Rekord.

42 Prozent mehr Rückrufe als Verkäufe von Neuwagen im ersten Halbjahr

Dies geht nun aus einer Studie des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach hervor. Demnach verbuchten die Autohersteller von Januar bis Juni 2013 eine Rückrufquote von durchschnittlich 142 Prozent. Dies bedeutet, dass im ersten Halbjahr dieses Jahres 42 Prozent mehr Wagen in die Werkstätten aus Sicherheitsgründen gebeten wurden als im gleichen Zeitraum neue Wagen verkauft worden sind. Dabei griffen die Wissenschaftler als Referenz auf den US-Markt zurück, gilt dieser doch als aussagekräftiger Indikator in Sachen der Produktivität der Autokonzerne.

Rekordzahlen der Rückrufe aus 2009 und 2010 können übertroffen werden

Auto Rückrufe 2013Den Angaben aus Bergisch-Gladbach zufolge wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres über 11,3 Millionen Autos zurückgerufen. Der Studie zufolge bedeutet dies ein Plus von 230 Prozent im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Juni 2012. Damals waren es noch 4,8 Millionen Wagen. Somit könnten die beiden Negativrekorde der Jahre 2009 und 2010 bei den Rückrufen in diesem Jahr übertroffen werden. Die bisherigen Rekorde wurden mit 16 und 18 Millionen Rückrufen in den beiden Jahren verbucht. Ähnlich ist die Situation auch in Deutschland. So gab es im vorigen Jahr insgesamt 162 Rückrufe wegen erheblicher Mängel durch das Kraftfahrtbundesamt, wobei 824.000 Halter angeschrieben werden mussten. Seitdem die Rückrufe in den Jahren 1998 statistisch erfasst werden, war 2012 somit das Jahr mit den viertmeisten Rückholaktionen in die Werkstätten.

Überwiegend Produktmängel beim Insassenschutz

Den aktuellen Zahlen zufolge gab es die meisten Rückrufe in den USA im ersten Halbjahr 2013 aufgrund von Schwierigkeiten bei Insassenschutzeinrichtungen. Diese lagen mit 38 Prozent vor den elektrischen Baugruppen (29,5 Prozent). Weitere 27 Prozent der Mängel wurden zudem aufgrund von Problemen im Motorenbereich festgestellt.