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Keine verlängerten Sommerferien bei deutschen Autobauern trotz Flaute
Montag, den 24. Juni 2013 um 10:32 Uhr
Angesichts der schwachen Nachfrage nach Autos in Europa schienen bei manchem Autobauer bereits verlängerte Sommerferien durchaus vorstellbar. Nun aber gaben die deutschen Hersteller Entwarnung. Trotz der europäischen Krise stehen die Bänder in den deutschen Autowerken im Sommer nicht zusätzlich still.

Daimler ohne Sommerferien in Baden-Württemberg

Wie Daimler nun mitteilte, wird der Konzern aus dem Schwäbischen in den Sommermonaten grundsätzlich auf Werksferien verzichten. Da die Nachfrage außerhalb Europas recht hoch ist, wird es sogar zur Einstellung von Ferienarbeitern kommen. Einem Sprecher des Konzerns zufolge werden in den Werken in Baden-Württemberg 4.500 solcher Ferienbeschäftigter zum Einsatz kommen. Dies betrifft neben dem Werk in Sindelfingen, wo die C-, E- und S-Klasse hergestellt werden, auch das Werk in Rastatt (A- und B-Klasse). Zudem sollen die zusätzlich im Sommer Beschäftigten auch im Aggregatwerk in Stuttgart-Untertürkheim eingesetzt werden. Dagegen ruht die Produktion laut Daimler im Smart-Werk in Hambach, sowie auch in Bremen.

Audi A3 wird weiter hergestellt über den Sommer

Deutsche AutobauerEine ähnliche Situation ergibt sich auch bei Audi. Bei der VW-Tochter wird beispielsweise der A3 in Ingolstadt auch über den Sommer hinweg produziert. Dagegen wird die Herstellung des A4 für drei Wochen unterbrochen. Denn im Werk Neckarsulm, wo das vor einem Modellwechsel stehende Fahrzeug hergestellt wird, gibt es eine dreiwöchige Betriebsruhe, die vereinbart wurde. Auch bei BMW wird es keine Sommerpause geben. Dagegen verzichtet der bayerische Hersteller auf die Einstellung von Ferienarbeitern. Geschlossen bleibt für zwei Wochen allerdings das Werk in Dingolfing, da hier an der Lackieranlage Arbeiten vorgesehen sind.

Keine zusätzliche Sommerpausen auch bei Volumenherstellern

Doch nicht nur die Premiumhersteller kommen ohne verlängerte Sommerpausen aus. Auch wenn die Nachfrage nach Autos in Europa derzeit so niedrig ist wie seit 20 Jahren nicht mehr, so gibt es auch bei den deutschen Volumenherstellern keine verlängerten Werksferien. So gibt es bei Opel wie geplant drei Wochen Urlaub, genauso wie bei Ford im Werk Saarlouis. In Köln hingegen gilt ein anderer Schichtplan, sodass Ford hier vier Wochen Pause einlegt. Bei VW wiederum gibt es drei Wochen Werksferien, wobei allerdings in Zwickau teilweise durchgearbeitet wird. Denn hier beginnen die Vorlaufarbeiten der kommenden Generation des Golf Variant.