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Umweltschutz vs. Verkehrssicherheit: Autos von Mercedes mit Zulassungsstopp
Samstag, den 06. Juli 2013 um 16:00 Uhr
In der Auseinandersetzung um ein Kältemittel in den Klimaanlagen von Autos musste der deutsche Autobauer Daimler nun einen tiefen Rückschlag einstecken. Denn Behörden in Frankreich verweigern nun offenbar einigen neuen Wagen von Mercedes die Zulassung. Die bestätigte ein Sprecher des Unternehmens mehreren Medien zufolge.

Zulassungsstopp wegen altem Kältemittel

Demzufolge handelt es sich um Modelle des Autobauers, die nach dem 12. Juni dieses Jahres gefertigt worden seien. Die Behörden in Frankreich haben demnach die Typengenehmigung für die Fahrzeuge der A-, B- und SL-Klasse nicht anerkannt, die vom deutschen Kraftfahrtbundesamt erteilt worden sei. Somit gibt es für die Autos in Frankreich in der Praxis kein Nummernschild und auch keine Zulassungserlaubnis. Nach Angaben eines EU-Beamten ist der Grund hierfür die Nutzung eines unzulässigen Kühlmittels für die Klimaanlage der Grund. Klima Kältemittel

Grünes Licht vom Kraftfahrbundesamt für altes Kältemittel

Denn laut den aktuellen Vorschriften der EU muss in Fahrzeugen, die die Typengenehmigung nach 2011 erteilt bekommen haben, ein Kältemittel eingesetzt werden, das weniger klimaschädlich ist. Hierbei handelt es sich konkret um das Kältemittel R1234yf, das als einziges diese Richtlinie erfüllt. Daimler allerdings benutzt nach wie vor das klimaschädlichere Mittel R134a. Dieses dürfte der Autobauer allerdings in der A-, B- und SL-Klasse nicht mehr zum Einsatz bringen. Hierfür bekam Daimler auch zunächst grünes Licht vom deutschen Kraftfahrtbundesamt, da dieses Mittel in den Vorgängergenerationen der Baureihen zum Einsatz kam.

Daimler argumentiert mit Sicherheitsbedenken

Als Grund für den Einsatz des alten Kältemittels R134a führt der schwäbische Autobauer Sicherheitsbedenken an. Denn nach Einschätzung des Konzerns aus Stuttgart ist das von den US-Konzernen Dupont und Honeywell entwickelte Gas zu gefährlich. Mehrere Tests von Daimler haben demnach ergeben, dass das Gas vor allem bei Unfällen mit Leckagen des Klimasystems im Wagen zu gefährlich sei. Denn das Gas entzünde sich im heißen Motorraum und setze darüber hinaus ätzende Säure frei. Insofern stellt Daimler die Sicherheit über den Klimaschutz.
 

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