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| Der Volkswagen Konzern forscht an eisfreien Autoscheiben |
| Donnerstag, 11. November 2010 um 11:45 Uhr |
Der Volkswagen-Konzern und das Forscherteam von Audi haben jetzt das erste Mal eine vereisungs- und beschlagungsfreie Autoscheibe präsentiert. Diese Scheibe wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IT in Braunschweig entwickelt. Auf diese Scheibe warten Tausende von Autofahrern, die es morgens leid sind, kalte Finger beim Eiskratzen zu bekommen. Oft wird aus Zeitmangel nur ein kleiner Schlitz freigemacht, was dann aber zum einen zu einem schweren Unfall führen kann und auf der anderen Seite streng verboten ist und mit einer empfindlichen Strafe bestraft wird.Indiumzinnoxid heißt das ZauberwortDas Zauberwort bei der neuen Scheibe heißt Indiumzinnoxid, dank dieser hauchdünnen, transparenten Schicht, welche auf das Scheibenglas aufgetragen wird, entsteht selbst bei minus 18 Crad keine Eisschicht. Diese Scheibe funktioniert somit auf einem völlig anderen physikalischen Prinzip, wie es zum Beispiel beheizte Scheiben machen. VW nennt die Schicht einfach nur „Low E“, sie verhindert auf der Außenseite der Verglasung die Wärmeabstrahlung. Somit wird die Scheibe vor Auskühlen geschützt, es kann hier kein Wasser auf der Außenseite kondensieren oder gefrieren. Dadurch, dass der Strahlungsaustausch mit dem kalten Himmel minimiert wird und die Abkühlung der Oberfläche unter dem Taupunkt verhindert, kann sich kein Eisfilm mehr bilden. Doch spielen hier die Witterungsverhältnisse immer eine große Rolle, werden diese in wesentlichem Maße beeinflusst, kann sich dennoch eine dünne Eisschicht bilden, doch gehen Entwickler hier nicht davon aus. Leichte ProblemeAktuell gibt es noch leichte Probleme mit der Scheibe, denn die Beschichtung stört den Funkverkehr im Auto. Hier werden dann zum Beispiel auch Handyempfang oder auch Radioverkehr gestört sein. Bis die eisfreie Scheibe dann auf den Markt kommen wird, müssen diese Probleme noch beseitigt werden. Doch wird es auch bis dahin noch einige Zeit vergehen. Dann soll auch ein problemloses Telefonieren wieder möglich sein. Kritiker hoffen bereits auf den nächsten Winter, dass dann kalte Finger beim Eiskratzen der Vergangenheit angehören. |

