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Auto-Deal bedroht wegen Finanzamt
Donnerstag, 23. Juli 2009 um 08:44 Uhr

Endlich ist es so weit, und der Deal zwischen Porsche und VW könnte zu Stande kommen – diese Rechnung wurde leider ohne den Fiskus gemacht. Sollte nämlich der Deal zwischen den beiden Autokonzernen fest stehen, müsste eine Zahlung mit bis zu drei Milliarden Euro an das Finanzamt erfolgen. Da die Grundlagenvereinbarung schon am kommenden Donnerstag durch den Aufsichtsrat in Kraft treten sollte, wird bislang noch nach Möglichkeiten gesucht um eine solche Zahlung zu vermeiden.

 

Möglichkeiten um den Auto-Deal durchzusetzen

Sogar neue Gesellschaften werden in vom VW-Finanzvorstand Hans Dieser Pötsch in Betracht gezogen, da man somit der Ertragssteuer entgehen könnte – aber dass die Finanzbehörde aktiv dabei hilft eine dermaßen hohe Zahlung zu vermeiden, ist nicht zu erwarten. Der Deal zwischen dem VW und Porsche trennt indes sogar die CDU in zwei Pole. Während der Ministerpräsiden Baden-Württembergs sich deutlich gegen ein Steuergeschenk durch den Fiskus ausspricht, kritisiert der Generalsekretär des Landes, Thomas Strobl, den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff.

Das Problem: Die Grundlagenvereinbarung

Ob VW und Porsche zukünftig getrennte Wege gehen, oder ob es geschafft wird eine derartige Zahlung an das Finanzamt zu vermeiden, das wird sich jetzt am kommenden Donnerstag unterscheiden. Niedersachsens Ministerpräsident forderte bis zum Donnerstag eine endgültige Entscheidung. An diesem Tag soll nämlich eigentlich die bisherige Grundlagenvereinbarung vom Aufsichtsrat zugelassen werden und in Kraft treten. Diese jedoch beinhaltet einen Vorbehalt – nämlich den, das derartige Sonderzahlung den bevorstehenden Deal scheitern lassen. Die beiden Autokonzerne VW und Porsche müssen zu einer homogenen Einheit verschmelzen, so dass einheitliche Konzepte erstellt werden können.

Ein weiterer Eklat um den Porsche-Chef

Während die geplante Verschmelzung der Beiden ein Höhepunkt des Vertragsabschlusses ist, wird bislang auch über die Abfindung des Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking stark debattiert. Durch sein Mitverschulden ist Porsche auf dem jetzigen Niveau. Sollte eine Übernahme von VW statt finden, muss Wiedeking definitiv gehen – und das wäre mit einer Abfindung in Millionenhöhe der Fall.