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Abwrackprämie - Regierung in der Zwickmühle
Mittwoch, 04. März 2009 um 16:04 Uhr

Die Abwrackprämie findet nicht den Anklang den die Regierung erwartet hat, auch erweist sie sich als ein Problemherd sondergleichen. Nicht nur das der Regierung Marktverzerrung vorgeworfen wird, obendrein wird die Abwrackprämie von manchen Demontagebetrieben missbraucht.

 

Dritte bereichern sich durch die Abwrackprämie

Anstatt dass das alte Gefährt im Austausch für ein neues verschrottet wird, wird dieses ins Ausland exportiert und findet dort einen neuen Besitzer. Nicht wirklich Sinn und Zweck der Abwrackprämie, wenn sich aufeinmal zwilichtige Gestalten noch einmal durch den Verkauf bereichern. Deswegen wurden strengere Regeln erlassen, die Demontagebetriebe zur Führung eines detaillierten Tagebuches zwingen, in denen die einzelnen Verwertungsschritte des Autos hinterlegt werden müssen. Obendrein muss der Fahrzeugbrief an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abgegeben werden, was der Überisichtlichkeit und letztlich der besseren Kontrolle dient.

Kriminalität durch Abwrackprämie gefördert

Schon bei der Einführung der Abwrackprämie hagelte es Kritik von diversen Seiten. So bezeichnet die BdK diesen Verschrottungsbonus als „Einladung zur organisierten Kriminialität“, wobei sich diese Behauptung wie befürchtet in die Realität umgesetzt hat. Das die Abwrackprämie zur Zeit eine Massenhysterie auslöst ist kein Wunder: Zwar geht es beispielsweise dem angeschlagenen Opel Konzern in finanzieller Hinsicht dank hoher Auftragslage besser, jedoch muss die berechtigte Frage gestellt werden, ob nun bei solchen Krisensituatuionen immer wieder ein Griff in die Staatskasse erlaubt ist beziehungsweise ob überhaupt noch die Mittel zur Verfügung stehen, um solch ein Gewaltakt zu wiederholen.